Auch im Jahre 2016 befinden sich wieder 13 ausländische Polizeibeamte im Rahmen eines Stipendiatenprogramms an der Bundessprachenschule in Hürth. Es handelt sich dabei um Teilnehmer aus Europa, Afrika und Asien, die dort die deutsche Sprache erlernen und späterhin als Ansprechpartner für das BKA dienen können.

Um diese Kollegen von den Belastungen des Sprachstudiums und vom Druck vor den obligatorischen Prüfungen abzulenken, haben sich die IPA – Verbindungsstellen Bonn und Köln, unter der Federführung der Verbindungsstelle Rhein-Erft (als örtlich zuständige Verbindungsstelle) beschlossen, auf freiwilliger Basis Betreuungsmaßnahmen zu organisieren.

 

In diesem Rahmen wurde durch die IPA Köln, in Person von Helmut Burgmann und dem Autor, am 08.10.2016 Ecaterina aus Moldau und Whyte aus Nigeria, Agueh aus Benin, Dedi aus Indonesien und Murat aus Usbekistan in der Sprachschule abgeholt. Mit zwei Pkw folgte dann eine Fahrt zum Haus der Deutschen Geschichte in Bonn, mit einem zweistündigen Rundgang zu den Themen, Deutschland nach 1945 und Wiedervereinigung. Daran schloss sich eine Stadtrundfahrt  im ehemaligen Regierungsviertel von Bonn an bevor wir dann Rhein aufwärts nach Linz/Rhein fuhren.

Am Linzer Brauhaus wurden wir bereits von Rüdiger Ziehmer, dem Vorsitzenden der IPA Linz und vom 2. Bürgermeister (Ex-Kollege) und IPA Mitglied „Flippo“ Wölbert empfangen.

Nach dem Mittagessen wurde die Gruppe durch die historische Altstadt von Linz geführt und das historische Rathaus besichtigt. Dabei gab es einen kleinen Umtrunk mit Gesprächen über die lokalen politischen Organisationen in Linz.

 

Auf dem Heimweg wurde dann noch der Erpeler Ley aufgesucht. Dabei handelte es sich um ein Hochplateau, 190 Meter über dem Rhein und direkt oberhalb der Ruinen der ehemaligen Ludendorff-Brücke (Brücke von Remagen) auf der Ostseite des Rheins gelegen. Die historischen Ereignisse waren den Stipendiaten zum Teil bekannt und bei Kaffee und Kuchen wurden dann die fehlenden Fakten ergänzt.

 

Ein sonniger, unterhaltsamer Tag fand dann sein Ende bei einem guten Glas Wein und angeregter Unterhaltung.

 

Die Stipendiaten zeigten sich überrascht von den Medienberichten über Ausländerfeindlichkeit in Deutschland. Sie berichteten von mehreren Fällen, bei denen sie alleine oder in Kleingruppen unterwegs waren und dabei Passanten um Hilfe baten, um beispielsweise den richtigen Weg zu finden. Sie betonten, dass sie alle stets auf freundliche, hilfsbereite Menschen getroffen seien, die ihnen weiter-geholfen hätten.

Aktive IPA – Mitglieder wird das nicht verwundern, und den Unterzeichner bestärkt dies im Sinn unseres Mottos „dienen durch Freundschaft“, ohne jedoch die real-politischen Gegebenheiten aus den Augen zu verlieren.


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