Besuch der 51. IPA-Karnevalssitzung in Köln
Die verordnete Lustigkeit zu einer bestimmten Zeit hat sich bei mir, der schon jahrzehntelang im Dunstkreis des Kölner Karnevals lebt und arbeitete, nie wirklich eingestellt. Der Karnevalsfunke ist bei einem gebürtigen „Ruhrpottler“ wir mir nicht wirklich übergesprungen. Eine echte Karnevalssitzung habe ich noch nie mitgemacht. Aber irgendwann ist immer das 1. Mal. Dieses Jahr habe ich es mir vorgenommen und meine Frau und mich zur 51. IPA-Karnevalssitzung angemeldet. Der Freitag kommt und in leichter Karnevalsverkleidung wird sich von Leverkusen aufgemacht, um mit Bahn und Tram in den Kölner Südwesten zukommen. Es ist kalt aber die RB 48 ist pünktlich und die Fahrt geht los. Der Umstieg in die Linie 18 Richtung Klettenberg funktioniert ebenfalls, aber nur bis Haltestelle Weißhausstr. Dann bittet eine freundliche Stimme alle Fahrgäste die Linie zu verlassen. Meine Frau und ich stehen an der Haltestelle etwas unsicher herum und müssen uns erst einmal orientieren. Ein freundlicher Kölner merkt dies und fragt uns, wohin wir wollen; Sülzgürtel, Bruno-Saal ist unsere Antwort. Daraufhin entgegnet er, wartet ein paar Minuten, dann kommt die nächste Linie 18 und die fährt auf jeden Fall in diese Richtung. Ein paar Minuten später kommt die nächste 18 wirklich und erleichtert steigen wir ein. Der freundliche Kölner steigt mit uns ein und erklärt uns die Abkürzung KVB „Kommt vielleicht Bahn, kommt vielleicht Bus, kommt vielleicht bald“ und außerdem wo wir den Bruno-Saal finden, wenn wir am Sülzgürtel ausgestiegen sind. Es ist geschafft, gegen viertel vor Sieben wird der Bruno-Saal erreicht. Ich treffe viele bekannte IPA-Gesichter, Kölner wie Nicht-Kölner.
Die 1. Karnevalssitzung kann beginnen.
IPA-Vbst.-Leiter Dietmar Weiß begrüßt die wichtigsten Personen und der sehr engagierte Sitzungspräsident Georg Buchholz führt die Sitzungsgäste danach gekonnt durch das abendliche Programm. Man spürt, dass er Spaß an der Freude hat und ihn nichts aus der Ruhe bringen kann.
Das Tanzcorps der Winzer und Winzerinnen starten mit einem furiosen Auftritt. Die Sitzungskapelle „Jet Set“ überbrückt danach die Ruhe vor dem Sturm. Denn um 20:00 Uhr folgt schon ein Highlight des Abends: Der Einzug des sehr sympathischen Kölner Dreigestirns mit dem gesamten Hofstaat. Der Saal bebt und alle machen begeistert mit. Erwähnenswert ist, dass Prinz Karneval „Prinz Michael II.“ sich während der Darbietung auch unters Sitzungsvolk mischt. Das Dreigestirn is fott. Aber nicht die Stimmung. Dafür sorgt die Sitzungskapelle. Die ersten Gäste wagen sich auf das Tanzbankett.
Leider kann Karl Timmermann wegen Terminkollision nicht am Abend erscheinen, aber der famose Sitzungspräsident hat kurzfristig nach Ersatz gesucht und ihn in Gestalt von „D’r Frank“ auch gefunden. Dieser brennt ein 35-minutiges Programm us d’r Lamäng ab.
Nach einer kurzen Pause kommt der nächste Knaller die Musikgruppe „Jot Drop“ dreht den Bass auf und sie ist im wahrsten Sinne des Wortes jot drop und hält den Sitzungssaal gut auf Trapp.
Mit dem Tanzcorps „Die Pänz us em ahle Kölle“ wird auch der guten alten Zeit in Köln mit Musik und Tanz gehuldigt. Die Jugendlichen schaffen es, eine weitere sehr feine Darbietung den Sitzungsgästen darzubieten, bevor das Showorchester „Die Kaafsäck“ mit ihrem fulminanten Auftritt die 51. IPA-Karnevalssitzung zu Köln beenden.
Vielen Dank an die IPA-Köln für einen unvergesslichen Abend. Wer nicht da war, hat etwas verpasst.
  (Klaus Ulrich Wolf, IPA-Leverkusen/Rhein-Wupper)

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